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Ein Fix kommt selten allein

Warum es sich lohnt, den Agent kurz ruhen zu lassen und das eigentliche Ziel zu klären.

  • Softwareentwicklung
  • Coding Agents
  • Refactoring
  • Dokumentation

Ein Fehler taucht auf. Ein Prompt behebt ihn. Dann der nächste Fehler, der nächste Prompt. Gefixt. Endlich.

Schnell noch ein Änderungswunsch vom Kunden. Der Agent erledigt ihn.

Kunde A meldet einen Fehler. Kurz angepasst. Nun meldet sich Kunde B. Auch kein Problem, der Agent glüht.

Dann kommt Kunde A mit demselben Fehler wie vorgestern. Oha, den alten Prompt habe ich noch irgendwo. Dann wieder Kunde B. Das Problem von gestern oder so ähnlich.

Also Pflaster auf Pflaster auf Pflaster kleben.

Genau das gab es auch schon vor Coding Agents. Neu ist, wie günstig das nächste Pflaster geworden ist: Ein Prompt ist flott geschrieben und liefert ebenso schnell den nächsten Fix. Einarbeitung und Verständnis? Übernimmt der Agent.

Bis der Code eben nicht mehr läuft. Zeit für einen Schritt zurück:

Was soll das hier eigentlich tun?

Wenn bereits Pflaster auf Pflaster klebt, müssen sie irgendwann ab. Wunde reinigen, Ursache behandeln, ordentlich verarzten.

Auch beim Aufräumen kann der Agent helfen. Lass dich zuerst durch den vorhandenen Code führen: Wie sieht es aktuell aus? Wo liegen die Probleme? Welche Edge Cases gibt es?

Mit diesem Verständnis gehst du auf die relevanten Stakeholder zu und klärst, wie es eigentlich sein soll. Dann darf der Agent auch wieder ran: Pflaster entfernen, Code aufräumen, Tests anpassen. Dokumentation wird direkt mitgeliefert.

Und Kunde A und B sind hoffentlich auch happy.